Iten, der Ort ihres Trainingslagers in Kenia, liegt auf 2.400 Metern Höhe und ist seit Jahren ein Treffpunkt für Läufer:innen aus aller Welt.
„Zu Hause ist Winter, da hilft die Wärme hier sehr. Und es gibt nicht viele Orte auf dieser Höhe wie diesen. Ich liebe auch die Kultur hier. Das Leben läuft langsamer. Niemand hat es eilig, außer im Verkehr.“
Es ist nicht ihr erstes Mal. Jill war schon oft in Iten. Sie kennt die Routine, das Unbehagen, den Rhythmus. Und doch fühlt sich jedes Höhentrainingslager anders an. „Man weiß, was kommt, aber der Körper reagiert nie genau gleich“, erklärt sie. „Das macht es schwer vorhersehbar.“
Die ersten Tage sind fordernd. Reise, weniger Sauerstoff, ein neuer Rhythmus. Die Herzfrequenz steigt schnell, selbst bei lockeren Läufen.
„Um in Zone 1 zu bleiben, muss ich teilweise fast gehen“, lacht Jill. „Zu Hause kann ich bei 130 bpm locker laufen. Hier ist das am Anfang unmöglich.“